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Komponist
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Eine kleine Orgelsinfonie
 

  Fünf sinfonische Improvisationen für Orgel
Die Improvisation - unerhörte Musik, die nicht aufgeschrieben wird.

Die Kunst der Improvisation wurde in früheren Zeiten von fast allen Komponisten gern genutzt, um sich, unabhängig von kompositorisch fertig ausgearbeiteten Stücken, zwischenzeitlich ihrem Publikum als Komponisten und auch als Virtuosen in Erinnerung zu bringen. Bestimmt hatte das auch etwas mit Eitelkeit zu tun: ich kann nicht nur schreiben, ich kann die Sachen auch spielen.

Es ist im Laufe der Jahrhunderte etwas aus dem Blick geraten, daß sie fast immer die ersten und nicht die schlechtesten Interpreten ihrer Werke gewesen sind. Improvisationsabende von Komponisten verzückten die Zuhörer bis zur Raserei und glichen Konzerten heutiger Pop-Idole. Weil Improvisationen nicht schriftlich festgehalten werden, stehen uns heute über deren Wirkung nur Berichte begeisterter oder empörter Kritiker zur Verfügung.

Es ist schon seltsam, daß in unserer Zeit, in der alle Mittel der Aufnahmetechnik zur Verfügung stehen, auch prominente Komponisten selten öffentlich in Konzertsälen improvisieren. Die Ausnahme bilden Jazzer.

Improvisationen sind die ursprünglichste Musik, die es gibt. Mit dem Entstehen sind sie auch schon verklungen. Einmalig, nicht wiederholbar, völlig spontan, nicht den Gesetzen der Kompositionskunst unterworfen. Im Glücksfall folgen sie dennoch unbewußt genau diesen Gesetzen und machen den Musiker zu ihrem Knecht.

Nicht der Komponist macht die Musik, sie sucht ihren Komponisten, und er folgt ihr widerstandslos - überall hin - in den Himmel und in die Hölle..

Die Satzbezeichnungen wurden nachträglich festgelegt. Sie entsprechen dem Eindruck, den der Komponist von den fünf Improvisationen hatte.

1.: andante cantabile
2.: allegro sostenuto
3.: adagio
4.: allegro molto moderato
5.: andantino